Ein Aargauer Ja zur Initiative “Grüne Wirtschaft”: Ressourcen- und umweltschonend wirtschaften

Max Chopard-Acklin

Bezirk Baden, Listenplatz 7

Projektleiter Umwelt Arena, Vorstand AGB
Präsident KAIB und Jugendlobby Siggenthal

Zukunftsgerichtete Politik ist sozial und ökologisch.

Am 25. September stimmen wir über die Volksinitiative „Für eine ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)“ ab. Die Initiative hat zum Ziel, Stoffkreisläufe zu verbessern, Ressourcen zu schonen und deren Nutzung zu optimieren. Das macht Sinn.

Für mich ist klar: Zukunftsgerichtete Politik ist sozial und ökologisch. Das gilt im Besonderen auch für die Wirtschaft. Eine längerfristig gesunde wirtschaftliche Entwicklung ist nur im Umfeld sozialer Gerechtigkeit und in einer gesunden Umwelt mit vernünftigem Ressourcenmanagement möglich.

Wir haben nur eine Erde
Das Fernziel der Initiative für eine ressourceneffiziente Wirtschaft ist es, den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 soweit zu verbessern, dass er auf die Weltbevölkerung hochgerechnet eine Erde nicht mehr überschreitet. Würde die ganze Weltbevölkerung so viele natürliche Ressourcen beanspruchen wie die Schweiz heute, wären rund drei Erden notwendig. Das geht längerfristig nicht auf. Denn wir haben nur eine Erde und keine in Reserve. Es gilt also, die vorhandenen Ressourcen zu schonen und deren Nutzung zu optimieren. Dazu müssen wir die Stoffkreisläufe verbessern. Ressourcenschonender zu konsumieren und zu produzieren ist nicht nur ökologisch sinnvoll, es ist auch ökonomisch interessant. Gegen die Hälfte der Kosten in der industriellen Produktion geht beispielsweise auf den Materialverbrauch zurück. Effizienzverbesserungen und bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen können folglich betriebliche und externe Kosten senken und gleichzeitig auch die Auslandabhängigkeit reduzieren. Optimiertes Recycling und der Einsatz erneuerbarer Energien in der Schweiz führen zu mehr Wertschöpfung im eigenen Land. Das schafft Arbeit und Arbeitsplätze. Es profitieren Umwelt und Wirtschaft.

Auch Bundesrat sprach sich für Ressourceneffizienz aus
Auch der Bundesrat begrüsste die Kernanliegen der Volksinitiative „für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft“ im Grundsatz, ging aber mit seinem Gegenvorschlag weniger weit als die Initiative und setzte noch stärker auf die Selbstverantwortung der Wirtschaft. Der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrates in Form einer Revision der Umweltschutzgesetzgebung USG war ein guter Ansatz. Denn bisher fehlt eine im USG verankerte langfristige Zielsetzung zur Schonung der Ressourcen und zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. Die Parlamentsmehrheit lehnte den Gegenvorschlag jedoch gegen den Willen des Bundesrates ab. Das ist eine kurzsichtige Denkweise auf Kosten kommender Generationen.

Chancen für die Wirtschaft
Zahlreiche Unternehmen haben den Wert und die Chancen einer ressourceneffizienten Wirtschaft erkannt. Auch im Aargau investieren zukunftsorientierte Unternehmen in Innovationen und Rohstoff- und Energieeffizienz. Und mit dem vom Aargauer 2012 lancierte Programm Hightech Aargau soll die Standortattraktivität des Kantons für innovative Unternehmen gestärkt, die Wertschöpfung verbessert und ein qualitatives Wachstum bei tiefem Ressourcenverbrauch ermöglicht werden. Die Akzeptanz einer Weichenstellung Richtung ressourcenschonender Wirtschaft wächst. Mehrere Wirtschaftsverbände und Detaillisten wie Coop und Migros, aber auch Vertreter der Waldwirtschaft, äusserten sich mit guten Gründen positiv zur leider gescheiterten Vorlage des Bundesrates. Umso wichtiger ist nun ein Ja zur Initiative.

 

Link zur persönlichen Webseite von Max Chopard-Acklin.

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2 Gedanken zu „Ein Aargauer Ja zur Initiative “Grüne Wirtschaft”: Ressourcen- und umweltschonend wirtschaften

  1. von Moos Adelbert Antworten

    Wo ist das Echo der SP- Aargau und Gewerkschfter, der SP – Bez. Zurzach zum Konkurs Metallbau Erne Leuggern wo 70 Mitarbeiter auf der Strasse stehen?

  2. Rolf Schmid Antworten

    Lieber Herr Moos

    Was will die SP dazu noch sagen? Es ist tragisch, dass diese Traditionsfirma Konkurs anmelden musste, aber die SP kann daran leider wenig ändern. Die Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände werden mit der Metallbau Erne und dem Konkursamt einen Sozialplan oder andere Massnahmen zur Überbrückung für die arbeitslosen Mitarbeitenden ausarbeiten. Finanziell hilft die Arbeitslosenversicherung mit. Wichtig ist dabei vor allem in die Bildung der mehrheitlich handwerklich tätigen Belegschaft zu investieren, damit diese möglichst rasch wieder eine neue Stelle finden. Genau die letzten beiden Punkten veranschaulichen aber weshalb es in den kommenden Jahren die SP im Kantonsparlament mehr denn je braucht. Angriffe auf Sozialwerke und die Erwachsenenbildung sind nicht nachhaltig und schiessen am Ziel den Finanzhaushalt kurzfristig zu sanieren meilenweit vorbei. Nur mit wichtigen Investitionen in die Bildung und Forschung garantieren wir langfristig gute und sichere Arbeitsplätze in unserem Kanton, für rasche Steuersenkungen und Schlupflöcher für Grossunternehmungen bezahlen KMU, wie die Metallbau Erne und ihre ehemaligen Mitarbeitenden, schliesslich die Zeche.

    Alles Gute für die Zukunft.

    Rolf Schmid, Wil, Grossratskandidat aus dem Bezirk Laufenburg

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