Job-Chancen für alle statt arbeitslos ab 50

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Immer mehr Menschen über 50 haben Mühe, eine neue Stelle zu finden. Die Digitalisierung verschärft diese Entwicklung. Gleichzeitig haben viele Jugendliche Schwierigkeiten, den Einstieg in den Beruf zu finden. Auch zahlreiche Flüchtlinge möchten arbeiten. Doch statt die Betroffenen zu unterstützen, lehnt die rechte Mehrheit wirksame Massnahmen für Arbeit und Ausbildung für alle ab. Sogar eine Erhöhung des Rentenalters steht im Raum.  

Wir fordern eine Abkehr von einer Politik der Macht des Stärkeren. Sie überlässt heute die Arbeitnehmenden ihrem Schicksalwenn sie zu alt sind oder wenn sie nicht über die verlangte Ausbildung verfügenDer rasche technologische Wandel verschärft die Situation. Wir nehmen deshalb die Unternehmen und den Bund in die Pflicht. Neben einem besseren Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende setzen wir uns für einen berufsbegleitenden Weiterbildungsfonds ein, um nicht nur die Ausbildungskosten, sondern auch die Lebenshaltungskosten während der Fortbildung zu finanzieren. Denn oft vereitelt das eine Neuorientierung. Eine Milliarde soll hierfür jährlich aufgewendet werden, um allen Menschen, ob alt oder jung, eine Weiterbildung und damit bessere Job-Chancen zu ermöglichen. 

Unsere Forderungen für eine Schweiz des Miteinanders 

Weiterbildungsoffensive statt Kündigungswelle 

Zehntausende von Menschen in der Schweiz möchten arbeiten, können aber nicht. Dies, weil sie angeblich zu alt sind, weil sie als Frauen nach einem familienbedingten Unterbruch den Wiedereinstieg nicht schaffen oder weil sie nicht über die nötigen Qualifikationen für einen veränderten Arbeitsmarkt verfügen. Wir fordern, dass der Bund sich an der Finanzierung von Modellen beteiligt, die eine Weiterbildung für Erwachsene „on the job“ erlauben. Die SP wollte mit einem Bildungsfonds auf die rasant gestiegenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren, doch die rechte Mehrheit lehnt unsere Forderungen ab. Stattdessen schnürt sie Abbaupakete bei der Bildung und lässt damit die Betroffenen im Regen stehen. 

Besserer Kündigungsschutz statt Rentenalter 67 

Es ist skandalös, dass heutzutage immer wieder Arbeitnehmende über 50 wegen ihres Alters auf die Strasse gestellt werdenDiskriminierung aufgrund des Alters muss verboten werden. Unsere Vorstösse zu mehr Job-Sicherheit im Alter wurden von der rechten Mehrheit im Parlament jedoch abgelehnt. Stattdessen droht mit den jetzigen Mehrheitsverhältnissen das Rentenalter 67. Diese asoziale Politik der Macht des Stärkeren auf dem Buckel älterer Menschen gehört am 20. Oktober abgestraft. 

Flüchtlinge ausbilden statt diskriminieren 

Eine grosse Mehrheit der anerkannten Flüchtlinge verfügt über eine Berufsausbildung oder zumindest praktische Berufserfahrung aus dem Herkunftsland. Wir fordern, dass die im Ausland erworbenen Fähigkeiten angerechnet und gefördert werden. Die Mittel des Bundes zur Integration sollen substanziell erhöht werden, damit geflüchtete Menschen möglichst bald ihr eigenes Geld verdienen können. Es braucht eine Bildungsoffensive. Hürden müssen abgebaut werden, damit die Menschen im Arbeitsmarkt Fuss fassen können. Kleine Erfolge konnten bereits erzielt werdenDoch solange die rechte Mehrheit Flüchtlinge primär als „Problem“ ansieht, wird es keine bessere Integration geben.

 

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