Postulat Lea Schmidmeister SP, Wettingen (Sprecherin), Jeanine Glarner, FDP, Möriken-Wildegg, Uriel Seibert, EVP, Schöftland, Dominik Peter, GLP, Bremgarten, Maurus Kaufmann, Grüne, Seon (Beiräte Jugendparlament Aargau), vom 8. Januar 2019 betreffend digitale multimediale Abstimmungsinformationen

Text:
Der Vorstoss wurde an der Session des Jugendparlaments Aargau vom 20. Oktober 2018 erarbeitet und von der Plenumsversammlung verabschiedet. Die erwähnten Beiratsmitglieder beteiligten sich nicht an der inhaltlichen Diskussion. Aus formalen Gründen reichen sie das Anliegen im Namen des Jugendparlaments ein.

Der Regierungsrat wird eingeladen zu prüfen, Informationen über anstehende kantonale Volksab-stimmungen künftig verstärkt multimedial anzubieten. Neben dem klassischen Abstimmungsbüchlein soll im Internet und in den sozialen Medien mittels kurzen Videos in leicht verständlicher Sprache, in überschaubaren Textmengen und möglichst neutral über kantonale Abstimmungen informiert wer-den. Argumente von Befürwortern und Gegnern sollen verständlich vorgestellt werden. Als Vorbild dient das Angebot von Easyvote zu den eidgenössischen Vorlagen.
Um eine möglichst grosse Menge an jungen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu erreichen, soll Werbung in den sozialen Medien geschaltet werden, welche Bürgerinnen und Bürger unter 30 Jahre als Zielgruppe hat (bspw. Instagram). Es steht dem Regierungsrat frei, ob er bestehende Angebote (z. B. Easyvote) nutzen möchte oder auch eigene Lösungen anstrebt.
Es sollen Verteilkanäle einbezogen werden, sodass die Inhalte nicht nur erzeugt, sondern auch gleich in passende Kanäle eingeleitet werden. Dies könnten zum Beispiel die kantonalen Jungpartei-en oder die Jugendförderung sein.

Begründung:
Die Stimmbeteiligung bei den unter 30-Jährigen ist ausserordentlich tief im Vergleich mit den ande-ren Altersgruppen. Die Arbeitsgruppe Digitalisierung des Aargauer Jugendparlaments ist der Mei-nung, dass diese ungleiche Vertretung zu einer Verzerrung der Demokratie führt. Einen Grund für die tiefe Stimmbeteiligung junger Bürgerinnen und Bürger sieht die Arbeitsgruppe in den sehr analog gehaltenen Informationsquellen über Abstimmungen und Wahlen. Digital Natives könnten mit einem ausgebauten Informationsangebot im Internet und den sozialen Medien angesprochen werden. Die Arbeitsgruppe ist sich des Engagements des Kantons in Easyvote bewusst, doch sind deren Ange-bote bei weitem nicht sichtbar genug bzw. sie verfügen über keine ausreichende Reichweite.

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