SP MigrantInnen Aargau treten bei den Nationalratswahlen an

Die SP MigrantInnen Aargau stellen eine Liste für die Nationalratswahlen 2019 zusammen. Sie repräsentieren damit die Diversität im Aargau und setzen sich für eine inklusive Gesellschaft ohne Diskriminierung ein.

Zur Nomination stellen sich 13 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedensten Berufsfeldern und mit verschiedensten Erfahrungs- und Migrationshintergründen. An der Mitgliederversammlung vom 27. Mai 2019 soll die Liste verabschiedet werden.

Die SP MigrantInnen Aargau unterstützen die Wahlthemen der SP Aargau. Dabei legen sie den Schwerpunkt auf eine inklusive Gesellschaft, welche die Diversität anerkennt und als Chance nutzt:

Keine Diskriminierung

In der Schweiz haben 46 Prozent der Wohnbevölkerung mindestens einen Elternteil, der im Ausland geboren ist, unter den 15- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil gar mehr als 50 Prozent. Diese gesellschaftliche Realität muss die Politik anerkennen und für tatsächliche Gleichstellung sowie für den Schutz vor Diskriminierung wegen Herkunft oder Religion sorgen. In Behörden und Institutionen muss eine angemessene Vertretung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sichergestellt werden.

Politische Teilhabe

In der Schweiz hat ein Viertel der Bevölkerung kein Stimm- und Wahlrecht und sind so vom politischen Prozess weitgehend ausgeschlossen. Die Einbürgerung muss deshalb erleichtert und Einbürgerungshürden müssen abgebaut werden. Bund, Kanton und Gemeinden sollen ihre Informations- und Beratungspflichten wahrnehmen, Zufall und Willkür dürfen im Einbürgerungsverfahren keinen Platz haben. Menschen, die in der Schweiz geboren sind, sollen das Bürgerrecht automatisch erhalten.

Arbeit für alle

Von Erwerbslosigkeit ist in der Schweiz keine Gruppe so stark betroffen wie MigrantInnen ohne Schweizer Pass. Deshalb braucht es Sensibilisierungskampagnen für die Wirtschaft und die Möglichkeit zu anonymisierten Stellengesuchen. Migrantinnen und Migranten dürfen bei der Lehrstellensuche oder beim Zugang zu Stipendien nicht benachteiligt werden. Und bei der Weiterbildung sollen Erfahrungen und Diplome aus den Herkunftsländern vereinfacht anerkannt werden.

Gleiche Rechte für Migrantinnen

Die meisten Migrantinnen sind mit einer doppelten Diskriminierung konfrontiert: Sie werden als Migrantin und als Frau weniger wahrgenommen und bekommen weniger Chancen, sich einzubringen und mitzubestimmen. In Arbeit, Bildung und Politik werden sie oft vergessen oder als passiv dargestellt. Die gleichen Rechte von Migrantinnen müssen deshalb endlich anerkannt, ihr Aufenthaltsstatus unabhängig vom Zivilstand sichergestellt und ihre Gleichstellung durch gezielte Programme aktiv gefördert werden.

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