Postulat der SP-Fraktion (Sprecherin Gabriela Suter, Aarau) vom 27. August 2019 betreffend klimaeffiziente Bewirtschaftung der kantonseigenen Gebäuden

Text:
Der Aargauer Regierungsrat wird eingeladen, für Heizung/Kühlung sowie für Warmwasser- und Elektrizitätsversorgung der kantonseigenen Gebäude nur noch erneuerbare Energien einzusetzen. Dafür erstellt er ein 5-Jahres-Intervall-Sanierungsprogramm via GEAK-Plus-Bericht (Gebäudeener-gieausweis der Kantone), das aufzeigt, wie das Ziel, die CO2-Emissionen bis spätestens im Jahr 2050 auf netto null zu senken, erreicht wird.

Begründung:
Die Gebäude im Kanton Aargau werden heute noch weitgehend mit fossilen Energien betrieben. Der Gebäudebereich ist einer der grössten CO2-Verursacher. Die energetische Sanierung der Gebäude ist zentral, um den CO2-Ausstoss zu senken und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu errei-chen. Wie die kantonale Energiestrategie energieAARGAU bezüglich Energieeffizienz bei kantonsei-genen Gebäuden festhält, sollen „eigene Gebäude von Kanton und Gemeinden […] als Vorbild die-nen und eine hohe Energieeffizienz aufweisen“1. Der Kanton soll deshalb seine Vorbildfunktion wahrnehmen und für die kantonseigenen Bauten ein 5-Jahres-Intervall-Sanierungsprogramm erstel-len, das folgende Punkte umfasst:

  1. Erstellung eines GEAK-Plus-Berichtes pro Gebäude, das vor dem Jahre 2000 erstellt wurde, auf dem die Sanierungsvarianten ersichtlich sind. Diese Berichte sind öffentlich zu machen.
  2. Die fossilen Energien für die Heizung/Kühlung und Warmwasser werden bis im Jahre 2030 zu 50 % durch erneuerbare Energie ersetzt. Bis spätestens im Jahre 2050 werden alle kantonseige-nen Gebäude nur noch mit erneuerbaren Energien betrieben (inkl. Strom).
  3. Die Erzeugung der erneuerbaren Energie ist primär am Gebäude selbst zu erreichen. Der Strom kann auch via externe eigene Photovoltaikanlagen (selber betrieben oder durch Anteil-Einkauf) erzeugt werden.
  4. Bei kantonalen Gebäuden, die nach dem Jahre 2000 gebaut wurden, sowie bei künftigen grösse-ren Sanierungen oder Umnutzungen, wird ebenfalls via GEAK-Plus-Bericht ein Sanierungsplan erstellt, sodass auch diese Gebäude bis spätestens im Jahre 2050 dekarbonisiert sind.
    1 energieAARGAU, S. 46.

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