Interpellation Rahela Syed, SP, Zofingen (Sprecherin), und Martina Bircher, SVP, Aarburg, vom 3. September 2019 betreffend Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten sowie Kinderärztinnen und Kinderärzten

Text und Begründung:
Der Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten sowie Kinderärztinnen und Kinderärzten wird immer akuter. Schon jetzt gibt es viele Gemeinden – insbesondere ländliche Gemeinden – welche keinen einzigen Hausarzt oder keine einzige Hausärztin mehr haben. Erschwerend kommt hinzu, dass das Durchschnittsalter der praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzten bei steigender Nachfrage nach hausärztlichen Leistungen steigt. In den kommenden Jahren werden viele Hausärztinnen/-ärzte als auch Kinderärztinnen/-ärzte in Pension gehen. Es fehlt einerseits an Nachwuchs, andererseits steigt der Bedarf nach Teilzeitarbeit. Begünstigt wird die Nachfrage auch durch die verkürzte Aufenthaltsdauer in Spitälern.


In Anbetracht der steigenden Gesundheitskosten ist die Förderung des Berufs der Hausärztinnen und Hausärzte sowie Kinderärztinnen und Kinderärzte wichtig. Hausarztbasierte Gesundheitssys-teme sind kosteneffizienter.
In diesem Zusammenhang bitten die Interpellantinnen den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie viele Hausärztinnen und Hausärzte / Kinderärztinnen und Kinderärzte pro 1’000 Einwoh-nerinnen und Einwohner gab es im Kanton Aargau von 2000 bis heute?
  2. Wie viele Hausärztinnen und Hausärzte / Kinderärztinnen und Kinderärzte pro 1’000 Einwoh-nerinnen und Einwohner wird es im Kanton Aargau in den nächsten 20 Jahren geben (Prog-nose)?
  3. Der Mangel an Hausärztinnen/Hausärzten bzw. Kinderärztinnen/Kinderärzten ist unbestritten. Wie ist die Situation in den verschiedenen Regionen des Kantons Aargau und schweizweit?
  4. Was unternimmt der Kanton, um diesem Mangel entgegenzuwirken?
  5. Was trägt der Kanton bei, um den Beruf der Hausärztinnen und Hausärzte als auch der Kin-derärztinnen und Kinderärzte attraktiver zu machen?
  6. Gibt es Modelle oder Lösungsansätze, die es v. a. für jüngere Ärztinnen und Ärzte attraktiv machen, als Hausarzt/Hausärztin oder Kinderarzt/Kinderärztin tätig zu sein? Werden solche Modelle durch den Kanton unterstützt? Gibt es dazu Beispiele?

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