SP Aargau sieht Rheinfelden als optimalen Standort für die Mittelschule

Die SP Aargau spricht sich klar für den Mittelschulstandort Rheinfelden aus. Der Entscheid des Regierungsrates überzeugt uns nicht und wir halten weiterhin am Standort Rheinfelden fest. Es ist nun am Grossen Rat zu entscheiden und die SP wird ihre Position dort einbringen.

Rheinfelden liegt für die Schülerinnen und Schüler am besten im Einzugsgebiet. Mit Magden, Kaiseraugst, und Möhlin zusammen bildet Rheinfelden den Bevölkerungsschwerpunkt des Fricktals. „Kurze Schulwege und eine gute Erreichbarkeit mit dem Velo und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind gewährleistet.“, so Grossrätin Carole Binder-Meury. Zudem bietet Rheinfelden ein interessantes Kultur- und Freizeitangebot und ist mit seinem urbanen Charakter attraktiv für junge Menschen.

Stein liegt zwar geografisch zentral, nicht jedoch für die vielen jungen Leute, die Lehrpersonen und Angestellten der künftigen Mittelschule. Fast alle müssen jeden Tag nach Stein reisen. Die ganze Infrastruktur muss, ausser der Leichtathletikanlage, neu konzipiert und erschaffen werden. Synergien können nicht wie in Rheinfelden sofort genutzt werden. Der Standortvorteil saubere Landluft und wenig Lärmemissionen kann für ein Wohnquartier von Vorteil sein. Junge Leute suchen vielfältige Begegnungsräume,, Kulturangebote und ein anregendes Umfeld.

Rheinfelden ist bereit für ein Provisorium 

Rund 500 der 700 Fricktaler Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule (FMS) in den Kantonen Baselland und Baselstadt. Ab Sommer 2025 werden die Fricktaler:innen in Basel und Baselland nicht mehr aufgenommen. Die FMS Baselstadt nimmt bereits ab SJ 2022/23 keine Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Aargau mehr auf. Das Fricktal kann jedoch, unabhängig vom Standort, frühestens aufs Schuljahr 2029/30 den Neubau Mittelschule in Betrieb nehmen. Daher steht der Kanton Aargau in zeitlicher Hinsicht unter Druck. Das bedeutet, dass zeitnah einerseits Provisorien als Übergangslösung geschafft werden müssen und andererseits eine hohe Verlässlichkeit hinsichtlich einer zeitgerechten Realisierung unabdingbar ist. Rheinfelden bietet Landreserven und ein gutes Infrastrukturangebot, um eine provisorische Schule am künftigen Ort betreiben zu können. Neben den erforderlichen Flächen verfügt er dank dem aktuellen Neubau der Sporthalle Turnhallenkapazitäten für 11 Abteilungen.

Überkantonale Zusammenarbeit

Der Standort Rheinfelden bietet sich ebenso an für die überkantonale Zusammenarbeit. Viele Schüler:innen unserer direkten Nachbargemeinden aus Baselland hätten bedeutend kürzere Schulwege, könnten somit ebenso vom Standort Rheinfelden profitieren. Gleichzeitig gäbe es eine Entlastung für die Mittelschulen Baselland, die grosse Kapazitätsengpässe aufweisen. 

Nicht auf Kosten des Berufsbildungszentrums

„Eine Festsetzung des Mittelschulstandortes in Rheinfelden darf jedoch auf keinen Fall zur Gefährdung des Berufsbildungszentrums Rheinfelden führen.“, so Binder-Meury. Im Gegenteil: Ein weiteres Argument für den Standort Rheinfelden ist, dass Synergien mit dem Berufsbildungszentrum genutzt werden könnten und sollten. Die SP Aargau gibt zu bedenken, dass der Erhalt des Zentrums unter allen Umständen gewährleistet werden muss, um den Standort Rheinfelden in Zukunft attraktiv und konkurrenzfähig zu halten. 

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