Die SP Aargau fordert bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal

Das Kantonsspital Aarau (KSA) versucht in Italien Fachkräfte zu rekrutieren. Damit wird offenbart, dass der Arbeitsmarkt hier in der Schweiz ausgetrocknet ist. Statt das Problem bei den Wurzeln anzupacken, kämpft das KSA nun mit einer «Pflästerlipolitik» dagegen an. Für die SP ist klar, dass nur bessere Arbeitsbedingungen helfen können, die Branche gesamthaft attraktiver zu machen.

Gemäss Schätzungen des Berufsverbandes des Pflegepersonals SBK steigen über 300 Pflegefachkräfte pro Monat aus und wechseln ihren Beruf. Die anhaltende Abwanderung verursacht für das verbleibende Personal noch mehr Stress, Leistungsdruck und Überzeiten. Es nützt nun nichts, mehr Berufsleute aus dem Ausland anzuwerben, wenn diese kurze Zeit später entmutigt und erschöpft den Beruf wieder aufgeben.

Wie wichtig das Pflegepersonal ist, zeigte die Corona-Pandemie exemplarisch. Sie hat uns schmerzlich aufgezeigt, dass das Schweizer Gesundheitswesen viele Konstruktionsfehler hat. Die Politik und die Arbeitgeber haben es aber trotz allen Warnsignalen verpasst, die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte nachhaltig zu verbessern. «Es sollten nun massive Anstrengungen gemacht werden, wie der Beruf der Pflegenden endlich attraktiver wird.» sagt Stefan Dietrich, Co-Präsident und Grossrat der SP Aargau. « Dies forderte auch die Pflegeinitiative und deshalb ist diese auch konsequent umzusetzen», ergänzt Dietrich.

Die SP Aargau fordert deshalb, dass das KSA und die Politik sich darauf konzentrieren sollten, die Arbeitsbedingungen für die Angestellten nachhaltig zu verbessern und dadurch die Gesundheitsversorgung für die Aargauer Bevölkerung sicherzustellen.

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