Verkehr neu denken – vom Tal bis zur Randregion

Die neue Arbeitsgruppe Verkehrspolitik erarbeitet bis Ende 2026 ein Positionspapier mit Schwerpunkt ländlicher Raum. Ziel sind realistische, finanzierbare und mehrheitsfähige Lösungen. Die Mitwirkung verkehrsaffiner Personen aus allen Bezirken ist erwünscht.

Von Marius Fedeli, Grossrat SP Aargau, Buchs

Die Diskussion um Verkehrsprojekte prägte die letzten Jahre. Albert Rösti verlor im November 2024 die Abstimmung über den Ausbauschritt 2023 für die Nationalstrassen. Trotz des Volksentscheids versucht er nun, einzelne Projekte davon im Rahmen von «Verkehr 45» zu lancieren. Im Grossen Rat wurden im Jahr 2025 die Projekte «Wiggertalstrasse 3. Etappe» und «VERAS» diskutiert und von einer Mehrheit gutgeheissen. In den Reihen der SP führten diese zu Diskussionen und wir haben gemerkt: Jedes Verkehrsprojekt hat seine Eigenheiten; in jeder Region, jedem Bezirk und jeder Gemeinde sind die Ansprüche an den Verkehr leicht unterschiedlich. Anhand des Beispiels VERAS haben sich Vertreter:innen der Bezirksparteien
Aarau, Kulm und Lenzburg getroffen und sich ausgetauscht. Daraus entstand die Arbeitsgruppe Verkehr.

Fokus auf Landgemeinde
Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 ein verkehrspolitisches Grundlagen- und Positionspapier mit Fokus auf den ländlichen Raum zu erarbeiten. Stadt- und Agglomerationsthemen sind bereits breit diskutiert. Jetzt sollen gezielt Lösungen für Täler, Randregionen und Landgemeinden entwickelt werden. Im Zentrum der Überlegungen
stehen unter anderem: eine bessere Abstimmung von Bus, Bahn und regionaler Planung, attraktivere Angebote des öffentlichen Verkehrs auch in Randzeiten, Park+Ride-Lösungen in Randregionen sowie Rufbusse, Sharing-Modelle und Fahrgemeinschaften. Darüber hinaus sollen sichere Velowege gefördert, der Kurzstreckenverkehr unterstützt und Raum- und Verkehrsplanung stärker koordiniert werden. Dabei ist ein realistischer Ansatz entscheidend. Neue Angebote müssen sowohl finanzierbar als auch politisch mehrheitsfähig sein. Gleichzeitig braucht es eine klare strategische Linie für die Partei.

Breite Abstützung und Mitwirkung erwünscht
Die Arbeitsgruppe arbeitet in mehreren Phasen: Analyse des Status quo, Einbezug von Fachpersonen und anschliessende politische Verdichtung in Workshops. Ziel ist ein breit abgestütztes Papier, das unterschiedliche regionale Perspektiven berücksichtigt.

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